Aktuelles aus dem Vereinsleben


Wissen Sie was der Kiesfang Vilters mit dem Kiebitz gemeinsam hat und der Wendehals mit einem Wasserrad? Alle vier sind Themen im aktuellen Newsletter von BirdLife Sarganserland, den Sie hier finden können.

„Sträucher günstig kaufen oder kostenlos tauschen“ verlängert


Zur Förderung der natürlichen Vielfalt führen dieses Jahr alle Gemeinden im Sarganserland eine Sträucher- oder Sträuchertausch-Aktion durch. Bestellerinnen und Besteller mit Wohnsitz in einer Gemeinde mit Tauschaktion erhalten, bis zu einer von der jeweiligen Gemeinde festgelegten Obergrenze, kostenlos eine einheimische Ersatzpflanze pro Kirschlorbeer, Sommerflieder oder Forsythie mit Wurzeln, welche am Liefertermin in der bereitgestellten Mulde entsorgt werden. Pro Postanschrift können max. 10 Sträucher kostenlos bezogen werden. Auch wer nicht die Möglichkeit hat Pflanzen einzutauschen oder mehr als 10 möchte, kann für 5.- pro Stück wurzelnackte Sträucher vorbestellen und im Herbst abholen. Details zu den jeweiligen Angeboten und über den richtigen Umgang mit Neophyten finden Sie in den Gemeindenachrichten und auf den Webseiten der einzelnen Gemeinden.

Broschüre biodiversitätig!
Merkblatt Neophyten
Pflanzanleitung

Die Gemeindelinks werden laufend erweitert:

Unterlagen Bad Ragaz
Unterlagen Flums
Unterlagen Mels
Unterlagen Pfäfers
Unterlagen Quarten
Unterlagen Sargans
Unterlagen Vilters Wangs 

 


Feldornithologiekurs 2019 – 2021


Gartenrotschwanz

Für Personen, die bereits über Grundkenntnisse verfügen und ihr Wissen bezüglich der heimischen Vogelwelt weiter vertiefen möchten, startet am 28. Oktober 2019 der Feldornithologie-Kurs 2019 - 2021.
Der Kurs dauert knapp zwei Jahre (jeweils von Oktober bis Juni) und kann mit einem Diplom von BirdLife Schweiz abgeschlossen werden. Mehr Details zum Kurs gibt’s auf unserer Website.

 


Erfolgreiche Suche nach dem Grossen Glühwürmchen


Weibchen des Grossen Glühwürmchens (Foto: Wofl~commonswiki)

Kurz vor dem Johannistag (24. Juni) begab sich BirdLife Sarganserland auf die Suche nach dem Grossen Glühwürmchen. Die Suche der knapp zwanzig Teilnehmer begann in der Dämmerung. Am Anfang war Geduld angesagt. Das Glühen liess aufgrund der Tageslänge auf sich warten. Zur Überbrückung lauschte die Exkursionsgruppe den sorgfältig und melodienreich vorgetragenen Abend-«Liedern» von Drossel und Co. In einer Waldlichtung wurde auf den Balzflug der Waldschnepfe gewartet. Die erwartungsvolle Ruhe, bei so vielen Teilnehmern keine Selbstverständlichkeit, und der späte, dauernde Gesang einer einzelnen Singdrossel sorgten für eine stimmungsvolle Pirsch. Leider erfolglos. Trotzdem.

Die mittlerweile fortgeschrittene Dämmerung gab das Zeichen für die Suche nach dem Grossen Glühwürmchen. Die Art ist eine von acht in der Schweiz vorkommenden und die häufigste Glühwürmchenart in der Ostschweiz. Wie Verbreitungskarten zeigen, wird die Art nur selten beobachtet. Im Sarganserland sind lediglich zwei bis drei Fundstellen bekannt. Die beste Beobachtungszeit sind die Monate Juni und Juli mit einem Höhepunkt in der Johannisnacht. In der Nacht sichtbar sind die Weibchen, die mit ihrem Leuchten im Gras versuchen paarungsbereite Männchen anzulocken.

Das Finden der Glühwürmchen gestaltete sich anfangs als Geduldsspiel. Im Halbdunkel wurden bald kleine weissblütige Pflanzen als vermeintliche als Glühwürmchen «erkannt». Und plötzlich waren die echten da. Grünliche dauernd leuchtende Punkte im hohen Gras wurden nach dem Verschwinden des Resttageslichtes deutlich sichtbar. Bei zu hastigen Bewegungen erloschen diese Punkte schnell wieder um kurz danach wieder zu leuchten. Ein heftiger Platzregen führte zum rechtzeitigen Abschluss der Exkursion. Die Weibchen des Grossen Glühwürmchens leuchteten weiter.

 


Vielseitige Bergexkursion


Steinadler

Eigentlich wollten ja noch mehr Teilnehmer morgens um halb sechs den Berg hoch um beim traditionellen Beobachten in der Mädemsregion mit dabei zu sein. Als dann jedoch die ganze Nacht Blitz und Donner viele vom Schlafen abhielt, haben sich dann nur drei unverwüstliche bei Regen am Bahnhof Mels eingefunden.

Im Mädems Obersäss angekommen wurde dann kurzerhand der Stall in Beschlag genommen, da es immer noch regnete. Nichtsdestotrotz  konnten vom Unterstand aus viele Vögel auch auf kurze Distanz beobachtet werden und als sich das Wetter dann besserte wurde der Weg in Richtung Mädemschamm unter die Füsse genommen, wo dann auch noch zwei weitere Teilnehmer dazustiessen.

Auf dem Weg fielen dann vor allem die vielen Jungvögel von Bergpiepern, Hausrotschwänzen, Bluthänflingen oder die Ringdrosseln beim Füttern auf. Teilweise war die Bestimmung gar nicht so einfach. Zudem wurden immer wieder Bergsalamander gekreuzt. Oben angekommen konnte sich ein Schneehuhn gerade noch schnell verstecken, so dass es nicht von allen gesehen wurde. Als dann später ein Steinadler im Tiefflug über die Köpfe der Teilnehmer glitt, wurde wohl auch das Huhn wieder aufgeschreckt. So konnten alle beobachten wie es sich ganz geduckt aus dem Staub machte.

Leider ist dann aber auch schon wieder ein Gewitter aufgekommen, so dass beim Weg nach unten ziemlich wenig Zeit und Lust zum Beobachten blieb. Bei der Hütte der Rinderalp gab es dann zur Stärkung Kaffee und Süsses - vielen herzlichen Dank dem Hirtenpaar Susanne und Bruno - und beim Heimgehen hat uns sogar noch eine Bergeidechse tschüss gesagt.

Bergeidechse

 


Abschluss des Vogelkundegrundkurs 2019


Mit der gestrigen Bergvogelexkursion wurde der Vogelkundegrundkurs 2019 abgeschlossen. In aller Herrgottsfrühe gings los. Vom Alpenbirkenzeisig über den Steinadler und den Schwarzspecht bis hin zum Zilpzalp präsentierte sich den früh aufgestandenen zusammen mit einer Vielzahl anderer Arten eine grosse Artenvielfalt auf dem Weg zum Seebenalpsee . 21 Teilnehmende haben an fünf Theorieabenden und fünf Exkursionen die heimische Vogelwelt kennengelernt. Einige von ihnen haben sich bereits für den ab Oktober stattfindenden Feldornithologiekurs angemeldet um ihre erlangten Erkenntnisse weiter zu vertiefen.


Hochwasser am Rhein


Die starken Niederschläge mitte Juni im Einzugsgebiet des Alpenrheins zeigen zusammen mit der Schneeschmelze Wirkung. Der Fluss führt Hochwasser. Die Kiesbänke sind überschwemmt. Zum Teil ist auch der Kiesweg auf der Innenseite des Dammes überflutet. Wie im letzten Jahr sind die Bruten der Flussregenpfeifer zerstört worden. Die Bruten der unterhalb des Kiesweges brütenden Schwarzkehlchen sind wohl auch weggeschwemmt worden.

BirdLife Sarganserland ist Teil des Projektes zur Erhebung und Förderung der Limikolen am Alpenrhein. Weitere Details zum Projekt erfahren Sie hier.


Frischdiplomierte ExkursionsleiterInnen im Bereich Feldornithologie


Glückliche Gesichter, die frischdiplomierten Exkursionsleitenden mit den Prüfungsexperten (Foto OAG)
Gemeinsam mit der Ornithologische Arbeitsgruppe Gruppe Graubünden (OAG) hat BirdLife Sarganserland den Exkursionsleiterkurs (ELK) Feldornithologie 2018 / 2019 mit neunzehn Teilnehmenden aus den Kantonen St. Gallen und Graubünden organisiert und durchgeführt. Vor kurzem wurde der Kurs mit der Diplomprüfung abgeschlossen.
Die Diplomierten haben in einer einjährigen Ausbildung die Kompetenzen «Methodik und Didaktik» und «Artenkenntnisse» in Theorie und Praxis geübt und vertieft. Das Diplom befähigt sie nun, verschiedene Themen rund um die einheimische Vogelwelt zielgruppengerecht interessierten Kreisen im Feld zu vermitteln.
Die acht Diplomierten aus dem Kanton St. Gallen:
    • Thomas Berchtold, Walenstadt
    • Berta Eberherr-Eicher, Mels
    • Christina Lutz, Flawil
    • Peter Pfiffner, Sargans
    • Philipp Rohner, Grabs
    • Selina Wüst, Sargans
    • Urs Wüst, Sargans
    • Ursina Wüst, Sargans


Tausche Neophyt gegen einheimischen Strauch


Die Zusammenarbeit zwischen BirdLife Sarganserland und der Gemeinde ermöglicht allen in Sargans wohnhaften Personen den Bezug von ökologisch wertvollen, einheimischen Sträuchern zu vergünstigten Preisen resp., sofern ein Kirschlorbeer, Sommerflieder oder eine Forsythie ersetzt wird, sogar einen kostenlosen Bezug der Ersatzpflanze. Das Tauschangebot umfasst die ersten 600 bestellten Ersatzsträucher. Der Bezug der vergünstigten Sträucher ist, mit Wohnsitz in Sargans, unbegrenzt möglich. Details entnehmen Sie bitte diesem Bestellformular. Wir freuen uns, in Sargans bald auf sichtbar mehr blühende Vielfalt zu stossen!


BirdLife Sarganserland an der SIGA


Besuchen Sie BirdLife Sarganserland zusammen mit dem Verein Pro Rheinau Giessen vom 4. bis 11. Mai an der SIGA bei den Einkaufszentren in Mels. Unter dem Motto „biodiversitätig!“steht die einheimische Flora und Fauna im Fokus des Gemeinschaftsstandes. Druckfrisch wird dort auch die gleichnamige Broschüre abgegeben. Es würde uns freuen, Sie dort zu treffen!